WIR haben gewonnen. DIE haben verloren. Die Pronomen wissen, was sie tun.
'WIR haben gewonnen.' Interessant. Das Auge hat den Spielberichtsbogen geprüft und dich nicht darauf gefunden. Wenn sie verlieren, verschiebt sich die Grammatik allerdings in Echtzeit — 'die haben es weggeworfen', 'den muss er machen', 'dieses Team hat Probleme'. Deine Pronomen sind eine Versicherungspolice: Vollkasko auf Siege, null Haftung bei Niederlagen. Und das Auge hat die Police weit über den Juli hinaus aktiv gesehen. Auf der Arbeit heißt es 'wir haben den Launch gerockt', wenn er sitzt, und 'das Design-Team hat den Ball fallen lassen', wenn nicht. In der Freundesgruppe waren die Partys, die gut liefen, 'unsere', und die, die floppten, 'ihre'. Du verschmilzt mit allem, was gerade gewinnt, weil geborgter Glanz sich trotzdem warm anfühlt — und du trittst von allem zurück, was gerade verliert, weil ein Teil von dir nicht sicher ist, ob deine eigene Anzeigetafel noch einen Strich gegen dich verkraftet. Es ist keine Bosheit. Es ist eine Überlebensgrammatik. Aber die Leute merken, in welche Richtung deine Pronomen wehen — und entscheiden gerade leise, was 'wir' für dich bedeutet.
Hol dir deinen Read — gratis fürs iPhonedu borgst dir den sieg, weil ein teil von dir nicht sicher ist, ob deine eigene anzeigetafel zählt.