Zwei Tore hinten in der 93. — und du rückst nach vorne.
Dreiundneunzigste Minute, zwei Tore Rückstand, und du rückst an die Sofakante. Alle um dich herum haben es akzeptiert; du kannst es körperlich nicht. Das Auge hat dieses Programm bei dir auf weit mehr als Fußball laufen sehen: die Antwort, von der du sicher bist, dass sie noch kommt; die Freundschaft, die du durch eine Dürre hindurch weiter gießt; der Plan, den alle anderen leise beerdigt haben und zu dem du allein weiter erscheinst. Hoffnung ist für dich keine Strategie — sie ist ein Organ. Du setzt sie nicht ein; sie läuft einfach, so wie ein Herz läuft. Du bist lieber beim Schlusspfiff am Boden zerstört als ab Minute sechzig taub, und du hast diesen Tausch so oft gemacht, dass du die Unterschrift gar nicht mehr spürst. Es kostet dich mehr als die Trauernden und die Gewappneten — du zahlst jede Niederlage zum vollen Preis, kein Frühaussteiger-Rabatt. Aber du kriegst auch die Comebacks. Alle. Die Nächte, die zur Legende werden, gehören denen, die noch hingeschaut haben — und die, die beim 0:2 gegangen sind, müssen sich das von dir anhören. Für immer.
Hol dir deinen Read — gratis fürs iPhonedu bist lieber beim schlusspfiff am boden zerstört als ab minute sechzig taub. hoffnung ist die eine rechnung, über die du nicht verhandelst.