Rituale sind für Feiglinge. Pass mal auf.
Während alle anderen ihre Glücksbringer arrangieren, sitzt du ABSICHTLICH auf einem anderen Platz und hältst dabei Augenkontakt. Das Auge hat deine Kampagne protokolliert: Du sagst den Spielstand mitten im Spiel laut, gerade weil man es dir verboten hat, du hast jemandes Glückstrikot »aus Gefälligkeit« gewaschen, du verkündest »na, das geht ja sicher schief«, nur um die Abergläubischen zucken zu sehen. Offiziell stehst du über all dem — Magie ist nicht real, das Universum hört nicht zu, die Socken sind nur Socken. Aber das Auge sieht den Teil, den du nicht postest: Dein Chaos IST dein Ritual. Das Schicksal absichtlich herauszufordern ist ein eigener Deal mit dem Universum — ein Präventivschlag gegen die Enttäuschung. Wenn du das Ergebnis verspottest, bevor es ankommt, kann es dich nicht beim Hoffen erwischen. Du verschreist Dinge mit Absicht, damit du sagen kannst, du hättest nie dran geglaubt, wenn sie dir das Herz brechen. Das Auge hat allerdings dein Gesicht in den Schlussminuten gesehen. Du glaubst. Du brauchst nur die Möglichkeit, es abzustreiten.
Hol dir deinen Read — gratis fürs iPhonedu zerstörst die rituale aller anderen, damit keiner merkt, dass du selbst eins fährst: lass dich niemals beim hoffen erwischen.