Die guten verpuffen. Die schlechten kannst du von vor Jahren noch beschreiben.
Frag nach einem angenehmen Traum und du hast nichts. Frag nach dem schlimmsten und du kannst die Raumaufteilung, das genaue Licht und was du in der Hand hattest. Was du behältst, ist krass ungleich, und das nicht nur nachts: du kannst den Satz aufsagen, den dir 2019 jemand im Flur gesagt hat, und an ein Kompliment von letztem Dienstag kommst du kaum ran. Das ist keine Schwäche. Bedrohungsförmiges Material lagert bei dir einfach anders, und das hat dich auf Dinge vorbereitet, in die andere blind reinstolpern. Das Auge merkt den Preis: dein internes Archiv ist keine faire Stichprobe deines Lebens – es ist eine Akte, gebaut nur aus dem Material der Anklage.
Hol dir deinen Read — gratis fürs iPhoneSchreib drei gute Dinge aus diesem Jahr auf, mit derselben Detailgenauigkeit wie den schlechten Traum. Wie schwer das ist, ist der ganze Punkt.
dein Gedächtnis führt eine Akte, und die wurde nur aus dem Material der Anklage gebaut.
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