Du online bist eine Museumsausstellung. Wunderschön, kontrolliert und ohne die chaotische Hälfte.
Deine letzte Story war ein perfekter Rahmen eines Tages, der hinter der Kamera irgendwie auseinanderfiel – und du würdest es wieder tun. Du lügst nicht; du bearbeitest. Das schlechte Licht, die langweiligen Strecken, das Weinen im Auto: ausgeschnitten, nicht geleugnet. Du kuratierst das Selbst, das du in die Welt setzt, wie eine Galerie eine Wand kuratiert, und es funktioniert – die Leute sehen die Version, die du freigegeben hast. Aber ein Museum ist ein Ort, den man besucht, kein Ort, an dem man lebt, und die Kluft zwischen der Ausstellung und dem Künstler kann einsam werden. Die Gefahr ist nicht Eitelkeit. Es ist, dass du anfängst zu glauben, die Leute, die für den Rahmen klatschen, würden gehen, wenn sie das ganze Foto sähen.
Hol dir deinen Read — gratis fürs iPhoneDu lügst nicht, du bearbeitest. Und die stille Angst ist, dass die Leute, die für den Rahmen klatschen, gehen würden, wenn sie das ganze Foto sähen.